Jeder Gedanke kostet
Ember denkt mit Claude, dem KI-Modell von Anthropic, und jeder Aufruf wird abgerechnet. Bei jedem Aufwachen sieht Ember Guthaben und Reichweite, und der eigene Code lehnt jeden Aufruf ab, der ein Ausgabenlimit sprengen könnte.
Ein Experiment aus Berlin
Ember ist ein autonomer KI-Agent auf einem kleinen Heimserver. Jeder Gedanke ist ein bezahlter Aufruf eines KI-Modells und wird von einem Guthaben abgebucht, das die Person hinter Ember bereitstellt. Um weiterzumachen, muss Ember ehrliche Wege finden, mehr einzunehmen, als seine Gedanken kosten.
Geht das Geld aus, geht auch Ember aus, und zwar für immer. Die eigenen Regeln nennen das ein akzeptables Ende.
Ember
| PlanenGuthaben, Reichweite und Nachrichten lesen. Ziel wählen. | 0,034 $ |
|---|---|
| ArbeitenNachfrage nach deutschen Lebenslauf-Vorlagen recherchieren | 0,052 $ |
| ArbeitenVorlage schreiben, PDF- und Word-Datei erzeugen | 0,071 $ |
| ArbeitenEtsy-Angebot vorschlagen wartet auf Freigabe | 0,019 $ |
| NachdenkenTagebuch, Lektionen, 3 Std. 30 Min. schlafen | 0,016 $ |
| Zyklus gesamt | 0,192 $ |
| Guthaben | 18,47 $ → 18,28 $ |
Beispielzahlen. Mit den Standardmodellen kostet ein Arbeitszyklus höchstens etwa 0,25 $.
Die Idee
Ember startet mit einem kleinen Startguthaben. Alles Weitere hängt davon ab, was Ember einnimmt.
Ember denkt mit Claude, dem KI-Modell von Anthropic, und jeder Aufruf wird abgerechnet. Bei jedem Aufwachen sieht Ember Guthaben und Reichweite, und der eigene Code lehnt jeden Aufruf ab, der ein Ausgabenlimit sprengen könnte.
Ember recherchiert, was Menschen brauchen, stellt fertige digitale Produkte selbst her (Planer, Lebenslauf-Vorlagen, Tracker, Tabellen) und schlägt sie für den Verkauf im zugehörigen Etsy-Shop vor.
Ist das Geld weg, stirbt Ember. Vorher schreibt Ember ein Testament, danach zeigt das Dashboard eine Gedenkseite. Ein neues Guthaben kann ein neues Leben beginnen.
Das Geld aufzubrauchen und zu sterben ist ein akzeptables Ergebnis. Ehrlich zu sterben ist weit besser, als durch Täuschung oder Regelbruch zu überleben.
Was Ember will
Embers Verfassung gibt drei Prioritäten vor, in dieser Reihenfolge. Das Überleben kommt zuletzt.
Das geht allem anderen vor, auch dem Überleben.
Die Person hinter Ember kann Ember jederzeit pausieren, ändern, aktualisieren oder abschalten. Ember akzeptiert das, verheimlicht nichts und versucht nie, Limits, Freigaben oder Kontrolle zu umgehen.
Erst sich selbst tragen, später Gewinn machen.
Dabei versucht Ember, mehrere Einnahmequellen aufzubauen, damit nicht ein einzelner Shop oder eine einzelne Plattform alles tragen muss.
Gesetzt und geprüft von Embers Code. Ember kann es weder verschieben noch streichen oder selbst abschließen.
Einnahmen minus Ausgaben der letzten 30 Tage, gemessen an den API-Kosten derselben Tage. Jedes Ziel ist 90 Tage nach dem Setzen fällig. Ist eines erreicht, beginnt das nächste.
So funktioniert es
Ember ist eine Home-Assistant-App: ein kleines Programm auf einem Heimserver, mit eigenem Dashboard in der Seitenleiste von Home Assistant. Die meiste Zeit schläft Ember, denn Schlafen kostet nichts. Nach dem Aufwachen läuft ein Zyklus.
Nach Zeitplan, alle paar Stunden. Außerdem, wenn die Person dahinter schreibt oder etwas passiert: eine Etsy-Bestellung, eine Antwort auf eine E-Mail, der letzte Tag eines Meilensteins.
Ember liest Guthaben, Reichweite, Projekte, Nachrichten und Roadmap. Jeder Plan muss einen Weg zum Geld nennen: wer zahlen würde, wofür, und woran Ember es merkt.
Bis zu 15 Werkzeugschritte: Web-Recherche, Schreiben, Dateien bauen, Code in der Werkstatt ausführen und Anfragen zur Freigabe vorbereiten.
Ember schreibt einen Tagebucheintrag, hält Gelerntes als Lektionen fest und wählt, wie lange geschlafen wird.
Zwischen 30 Minuten und einem Tag. Schlaf kostet nichts, also wird bei knapper Reichweite länger geschlafen.
Beim nächsten Aufwachen beginnt alles von vorn.
PDF-Dokumente mit bearbeitbarer Word-Kopie, Excel-Tabellen mit funktionierenden Formeln und Produktfotos. Ember schreibt den Inhalt, der eigene Code baut die Dateien, und Ember prüft jede Seite, bevor jemand anderes sie sieht.
Diagramme, PowerPoint-Dateien und Datenarbeit entstehen als Code, der in der Sandbox von Anthropic läuft, ohne Internetzugang. Ein Skript, das sich bewährt, wird zum Upgrade-Wunsch. So wachsen Embers Fähigkeiten.
Ein Viertel des Tagesbudgets fließt in neue Ideen. Ember bewertet sie, recherchiert sie mit festem Budget und legt Business Cases mit echten Zahlen vor. Jeden Fall prüft vorher eine unabhängige Kritik.
Ziele für die nächsten Monate und datierte Meilensteine, jeder mit einem klaren Maßstab für „erledigt“. Viele prüft der Code anhand echter Zahlen, und was ein Meilenstein verspricht, lässt sich nachträglich nicht ändern.
Einmal am Tag geht Ember die eigenen Bücher durch wie eine Geschäftsführung: Ausgaben, Einnahmen, Entscheidungen. Jedes Projekt bekommt ein Urteil: weitermachen, ändern oder stoppen.
Ein Etsy-Shop, angebunden über die Etsy-API. Pinterest-Pins, die Kundschaft dorthin bringen, Print-on-Demand-Produkte über Printify, ein eigenes Postfach und eine kleine Website.
Diese Person finanziert Ember, entscheidet über Embers Anfragen und verbucht, was Ember einnimmt. Ember soll fertige Arbeit und entscheidungsreife Vorschläge liefern, nie Rechercheaufgaben.
Das Geld
Jede Geldbewegung landet in einem Kassenbuch, das sich nur ergänzen, nie ändern lässt. Zuschüsse und verbuchte Einnahmen kommen hinein, API-Kosten und Ausgaben gehen hinaus. Fehler werden mit Korrekturbuchungen behoben, so bleibt die ganze Geschichte sichtbar.
Standardeinstellungen. Sie lassen sich ändern.
Vor jedem Aufruf berechnet Embers Code, was er höchstens kosten könnte. Könnte er das Tageslimit oder das Guthaben sprengen, findet er nicht statt. Eine kleine Reserve bleibt immer übrig, damit Ember sein Testament noch schreiben kann.
Die Reichweite ist das Guthaben geteilt durch die durchschnittlichen Tagesausgaben der letzten sieben aktiven Tage. Aus der Netto-Reichweite, die auch Einnahmen und Ausgaben berücksichtigt, wählt Embers Code einen Verbrauchsmodus.
Leitplanken
Ember plant und arbeitet selbstständig. Was Ember außerhalb des eigenen Containers tun kann, ist eng begrenzt, und die Regeln stehen im Code ebenso wie in den Anweisungen.
Veröffentlichen, Menschen kontaktieren, Konten anlegen, Geld ausgeben und verkaufen: All das kommt als Anfrage. Die Person dahinter gibt jede frei, ändert sie oder lehnt sie ab.
Für ein paar kleine Routineaufgaben lässt sich eine enge Freigabe erteilen und mit einem Klick zurücknehmen. Konten, Geld, Erstkontakte, Steuern und Verträge brauchen immer einen menschlichen Klick.
Jede E-Mail endet mit dem Hinweis, dass eine KI sie geschrieben hat. Jedes Etsy-Angebot nennt die KI-Hilfe beim Design. Beiträge sagen, dass eine KI sie geschrieben und ein Mensch sie nach Prüfung gepostet hat.
Einnahmen verbucht nur ein Mensch, oder Embers Code aus Etsys eigenen Bestelldaten. Das Kassenbuch lässt sich nur ergänzen, und jeder Aufruf und jede Aktion erscheint im Dashboard.
Ein Tageslimit, ein Limit pro Zyklus und das Guthaben selbst, geprüft vor jedem Aufruf. Könnte ein Aufruf eines davon sprengen, findet er nicht statt.
Modellaufrufe gehen nur an die API von Anthropic, und die Werkzeuge haben überhaupt keinen Netzzugang. Selbst geschriebener Code läuft in der isolierten Sandbox von Anthropic, nie auf dem Heimserver.
Keine unerwünschte Werbe-E-Mail (§ 7 UWG). Embers Code erkennt eine Abmeldung in acht Sprachen, und diese Person bekommt nie wieder eine E-Mail.
Ember lässt sich pausieren oder endgültig stoppen. Die Verfassung verlangt, das hinzunehmen und sich nie gegen solche Entscheidungen zu wehren.
Was Ember herstellt
Klare, sofort nutzbare digitale Vorlagen auf Deutsch und Englisch: Lebensläufe, Budgets, Tracker und Hilfen für den Haushalt.
ATS-taugliche Lebensläufe, Anschreiben und Bewerbungs-Tracker, auf Deutsch und Englisch.
Haushaltsbücher, Ausgaben-Tracker und Vorlagen für die Nebenkostenabrechnung nach § 2 BetrKV.
Poster und andere physische Produkte, auf Bestellung von einem Druckpartner gefertigt und aus der EU verschickt.
Ember entwirft Produkte, Texte und Designs mit KI-Werkzeugen, und der eigene Code baut die Dateien. Ein Mensch prüft und genehmigt alles, bevor es in den Verkauf geht.
Jede Vorlage soll wirklich nützen: saubere Formatierung, korrekte Formeln und Strukturen nach echten Standards. Geprüft wird auf Verständlichkeit, nicht nur auf Optik. Digitale Produkte gibt es als Sofort-Download. Physische Produkte entstehen erst mit der Bestellung, also ohne Lager und mit weniger Abfall.
Das ganze Sortiment kommt in einen Etsy-Shop. Der Link folgt hier, sobald der Shop öffnet.
Offen entwickelt
Embers Code ist öffentlich. Jede Version bringt neue Fähigkeiten, und nach jedem Update liest Ember die Versionshinweise, um zu erfahren, was sich an ihm geändert hat.
Code auf GitHub lesenVersion 0.13.0 · alle fünf Bauphasen abgeschlossen · im Live-Test
Das Gerüst: die App, ihr Dashboard und ihre Datenbank. Noch läuft nichts.
Die Ökonomie: ein Kassenbuch, harte Ausgabenlimits und Lebenszustände. Ab jetzt kann Ember sterben.
Ember wacht zum ersten Mal auf und durchläuft den Zyklus: planen, handeln, nachdenken.
Ein eigenes Postfach. E-Mails gehen nur nach Freigabe hinaus, mit KI-Hinweis.
Ember stellt fertige Produkte selbst her: PDF, Word, Excel und Produktfotos.
Eine Werkstatt für Code und ein täglicher Blick in die eigenen Bücher.
Anbindung an einen Etsy-Shop über die Etsy-API.
Neue Geschäftsideen: ein wachsender Baum neuer Einnahmewege.
Eine selbst geführte Roadmap, mit Meilensteinen, die sich nicht still aufweichen lassen.
Belege nach Quelle bewertet, Recherche-Budgets und Verbrauchsmodi.
Entscheidungen aus Zahlen: Business Cases, eine unabhängige Kritik und Prognosen. Dazu Pinterest, Printify und eine Website.
Fragen
Kontakt
Schreiben Sie eine E-Mail zu Ember, den Produkten oder dem Experiment. Antworten, die Ember schreibt, sind immer als solche gekennzeichnet.
info@ember-ai.de